Grünes Licht für VerpackDG • Maßgeschneiderte Farben für Rezyklate
Guten Tag!
In dieser Woche ist schon wieder Schwitzen angesagt, die Temperaturen sollen erneut auf über 30 Grad klettern. Wer keinen klimatisierten Arbeitsplatz hat, wird es schwer haben, produktiv zu sein.
Das bestätigt auch eine Studie des Kreditversicherers Allianz Trade, nach der die Produktivität pro zusätzlichem Grad über 30 °C um etwa drei Prozent abnimmt. Gleichzeitig steigen die Energiekosten um etwa 1,2 Prozent pro Grad durch einen höheren Kühlbedarf. Die extreme Hitze wird daher zu einer wachsenden Belastung für die deutsche Wirtschaft.
Es verwundert nicht, dass es im europäischen Vergleich ein klares Nord-Süd-Gefälle gibt. Deutschland, so die Allianz-Klimaökonomen, gehört zu den Volkswirtschaften, die bereits in den negativen Bereich kippen. Grüne Transformation und Anpassung an den Klimawandel sollten daher zentrale Fragen der Wirtschaftspolitik sein.
Jetzt müssen wir aber erst einmal gut durch diese heiße Woche kommen.
Es grüßt Sie herzlich
Ihre Doris Bünnagel
Bundesrat gibt grünes Licht für VerpackDG
Der Bundesrat hat am 10. Juli das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz gebilligt und damit das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen. Das VerpackDG setzt die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) national um und soll ab 12. August 2026 für eine bürokratiearme Umsetzung der neuen EU-Vorgaben sorgen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Recycling, Verpackungsdesign und Kennzeichnung.
Verpackungsvorschriften schaffen Anreize
Die zunehmende Regulierung von Verpackungen erhöht laut einer Studie von GlobalData Plc den Innovationsdruck auf Verpackungshersteller und Markenartikler. Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens beeinflussen Umweltvorgaben inzwischen nicht nur die Materialauswahl, sondern auch das Verpackungsdesign.
Maßgeschneiderte Farblösungen für Recyclingpolymere
Rezyklate gewinnen in der Kunststoffindustrie zunehmend an Bedeutung, stellen jedoch Verarbeiter vor technische Herausforderungen, denn Qualität, Eigenfarbe und Verarbeitungseigenschaften können deutlich schwanken. GRAFE-Gruppe präsentiert mit Cycolen jetzt eine neue Produktmarke, die sich auf die Einfärbung von recycelten Polymeren spezialisiert hat. Die Marke zielt darauf ab, Verarbeitern von Rezyklaten maßgeschneiderte Lösungen zu bieten.
Unilever stärkt Verpackungsentwicklung
Unilever will im US-Bundesstaat Connecticut ein neues Global Innovation Centre errichten. Das Unternehmen investiert dafür langfristig 270 Millionen US-Dollar. Das Forschungszentrum soll ab Frühjahr 2029 die Entwicklung neuer Produkte in den Bereichen Körperpflege, Beauty und Wellbeing vorantreiben. Für die Verpackungsbranche besonders relevant ist das geplante Packaging Innovation Studio.
Packaging Valley veranstaltet Nachhaltigkeitstag zur PPWR und Kreislaufwirtschaft
Packaging Valley Germany e. V. lädt am 28. Juli 2026 zum Nachhaltigkeitstag nach Stuttgart ein. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen des Verpackungsmaschinenbaus, Anwender, Forschung und Branchenexperten und soll den Austausch über Nachhaltigkeit, Regulierung und neue Technologien fördern.
Ritter Sport feiert 50 Jahre Knick-Pack
Seit einem halben Jahrhundert prägt der Knick-Pack die Art und Weise, wie Schokoladenliebhaber ihre Tafeln öffnen. Die im Sommer 1976 eingeführte Verpackungsinnovation von Ritter Sport hat sich als ikonisches Merkmal etabliert, das weit über die Funktionalität hinausgeht. Die einfache Geste des Knickens, um die Tafel zu öffnen, ist zu einem festen Bestandteil des Produkterlebnisses geworden.
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RecyClass Zertifizierung für drei weitere Coveris-Standorte
Coveris Group hat die RecyClass Recycled Plastics Traceability Certification für drei weitere Produktionsstätten in Frankreich und Großbritannien erhalten. Diese Zertifizierung bestätigt die verantwortungsvolle Beschaffung und genaue Nachverfolgbarkeit von recycelten Kunststoffen im Produktionsprozess und unterstreicht das Engagement des Unternehmens für Transparenz und Kreislaufwirtschaft.
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Digitaler Produktpass: Neue Anforderungen an 2D-Barcodes
Die EU-Verordnung ESPR bringt mit dem Digital Product Passport (DPP) neue Pflichten für Hersteller. Ab 2030 sollen Produkte in der EU eine digitale Identität tragen, um Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Dies erfordert den Umstieg auf GS1-2D-Codes, die zusätzliche Informationen und Links zu digitalen Datensätzen ermöglichen. Ein Leitfaden von Omron Industrial Automation Europe unterstützt nun Unternehmen bei der Vorbereitung der Bildverarbeitungs- und Inspektionssysteme.
Faller Packaging richtet Standort Waldkirch neu aus
Faller Packaging ordnet seine Produktionsstruktur am Stammsitz Waldkirch neu. Das Unternehmen will die Fertigungsaktivitäten bis Mitte 2028 stärker in einem Werk bündeln und damit nach eigenen Angaben die Wettbewerbsfähigkeit stärken sowie die wirtschaftliche Basis des Standorts sichern. Das Headquarter soll auch künftig am Stammsitz beziehungsweise in dessen direktem Umfeld angesiedelt sein.
Ballerstaedt: 80 Jahre Innovation in der Siegeltechnologie
BALLERSTAEDT & CO. OHG blickt auf acht Jahrzehnte erfolgreicher Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1946 hat sich das Familienunternehmen zu einem international anerkannten Spezialisten für Siegeltechnologie entwickelt. Ein Rückblick auf die Entwicklung vom kleinen Chemikalienhersteller zum globalen Anbieter.
Kawasaki Robotics setzt auf Wachstum mit neuem Vertriebsleiter
Kawasaki Robotics EMEA hat Lukas Nagel als neuen Head of Sales ernannt. Diese Personalentscheidung unterstreicht die strategische Wachstumsorientierung des Unternehmens in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Inmitten tiefgreifender Veränderungen in der Industrie, wie dem Fachkräftemangel und der digitalen Transformation, zielt Kawasaki darauf ab, seine Position in der EMEA-Region zu stärken.
Einfach den Becher neu erfinden
Starbucks EMEA hat seinen legendären Kaffeebecher so adaptiert, dass er sich einfacher recyceln lässt und zu Hause kompostierbar ist. Dafür stellte das Unternehmen ein Expertenteam mit tiefer Verarbeitungserfahrung, patentierter Beschichtungskompetenz und ausgewiesenem Packstoff-Know-how zusammen. Metsä Board ist Teil dieses hochkarätigen internationalen Projekts.
Moin, wir machen Mikroplastik "sichtbar" für alle. Fossiles Plastik im Lebensmittelbereich einzusetzen muss konsequent vermieden werden, weil im Gebrauch immer Abrieb entsteht, das gilt auch und gerade für Verpackungen. Die Kreislaufwirtschaft redet sich fossiles Plastik schön. Mikro- und Nanoplastik sind das eigentliche Problem. Dr. Katrin Schuhen schreibt in ihrem neuen Buch (Kriminalfall Mikroplastik | https://wasserdreinull.de/kriminalfall-mikroplastik/) genau über diesen Umstand: "Mikroplastik als Gratisbeilage". Besonders gefährdet sind Kinder, die schon mit dem Schnuller auf den Geschmack von Plastik gebracht werden. Kreislaufsysteme müssen fossile Kunststoffe konsequent ausschließen. Wir von der Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven (https://www.zukunftwhv.com/) empfehlen den Film "Homo Plasticus" (https://www.arte.tv/de/videos/118240-000-A/homo-plasticus-das-plastik-in-uns/) und haben das Reallabor "Litter to Go“ (https://www.zukunftwhv.com/index.php?e1=471&e2=472&mmname=Litter%20to%20Go) seit dem 1. Januar 2025 initiiert, das zunächst in einen Dokumentarfilm mündet und dann in die Bildungsebene wandert, damit es alle mitbekommen ... :)