Inventarverwaltung
Autorisierte Verkäufer mit einer ads.txt-Datei bestimmen
Authorized Digital Sellers oder "ads.txt" ist eine IAB-Initiative, mit der sichergestellt werden soll, dass Ihr digitales Anzeigeninventar nur über von Ihnen autorisierte Verkäufer (wie AdSense) vertrieben wird. Wenn Sie Ihre eigene ads.txt-Datei erstellen, können Sie besser steuern, wer Anzeigen auf Ihrer Website verkaufen darf. Außerdem lässt sich so verhindern, dass Werbetreibenden gefälschtes Inventar angeboten wird.
Die Verwendung einer ads.txt-Datei ist nicht obligatorisch, wird aber dringend empfohlen. Mithilfe der ads.txt-Datei haben Käufer die Möglichkeit, gefälschtes Inventar zu erkennen. So können Sie mehr Einnahmen durch Werbetreibende erzielen, die andernfalls gefälschtes Inventar gekauft hätten.
Ads.txt-Datei für AdSense erstellen
So erstellen Sie eine ads.txt-Datei, um offiziell zu erklären, dass Google autorisiert ist, Ihr Anzeigeninventar zu verkaufen:
- Erstellen Sie eine Textdatei (.txt).
- Fügen Sie folgende Zeile ein:
google.com, pub-0000000000000000, DIRECT, f08c47fec0942fa0Wichtig: Ersetzen Siepub-0000000000000000durch Ihre eigene Publisher-ID. - Hosten Sie die ads.txt-Datei auf Ihrer Stammdomain (z. B. https://example.com/ads.txt).
Als "Stammdomain" zählen gemäß ads.txt-Spezifikation des IAB alle Seiten, die eine Ebene unter der Public Suffix List stehen. So würde Zum Beispiel "google.co.uk" als Stammdomain eingestuft werden, da die Public Suffix List "co.uk" enthält, "maps.google.co.uk" aber nicht.
Welche Informationen enthält die ads.txt-Datei?
Fügen Sie für jeden autorisierten Verkäufer eine eigene Zeile in die Datei ein. Jede Zeile der ads.txt-Datei eines Publishers muss drei Angaben enthalten (optional kann ein viertes Feld eingefügt werden):
<Field #1>, <Field #2>, <Field #3>, <Field #4>
<Field #1>: Domainname des Werbesystems (erforderlich)Der kanonische Domainname der SSP, der Anzeigenplattform, des Header-Bidding-Systems usw., mit dem sich Auktionssysteme verbinden. Dabei kann es sich um die operative Domain des Systems handeln, wenn diese von der übergeordneten Domain des Systems abweicht, um WHOIS und Reverse DNS Lookups zu unterstützen und den Eigentümer des Systems eindeutig zu bestimmen. Idealerweise wird für die SSP oder Anzeigenplattform ein Dokument mit dem Domainnamen veröffentlicht, der verwendet werden soll.
Bei Google-Verkäuferkonten ist der Domainname immer
google.com.<Field #2>: Konto-ID des Publishers (erforderlich)Die ID des Verkäufer- oder Reseller-Kontos innerhalb des Werbesystems in Feld 1. Sie muss dem Wert entsprechen, der bei Transaktionen wie OpenRTB-Gebotsanfragen von der SSP oder Anzeigenplattform angegeben wird. In OpenRTB handelt es sich in der Regel um das Feld publisher.id. Bei OpenDirect ist es normalerweise die Organisations-ID des Publishers.
Für Google-Verkäuferkonten verwenden Sie die Publisher-ID des jeweiligen Kontos (z. B.
pub-0000000000000000). So ermitteln Sie die ID:- In AdSense: Melden Sie sich in Ihrem AdSense-Konto an und klicken Sie dann auf Einstellungen
Konto
Kontoinformationen.
- In Google Ad Manager: Melden Sie sich bei Google Ad Manager an und klicken Sie dann auf Verwaltung
Allgemeine Einstellungen. Dort finden Sie die Publisher-ID Ihres primären Kontos und aller anderen verknüpften Konten.
Geben Sie nur das Präfixpub-sowie den 16-stelligen numerischen Code an. Löschen Sie das produktspezifische Präfix (z. B.ca-oderca-video-). Wenn Sie mehrere Ad Manager- und/oder AdSense-Konten für die Monetarisierung verwenden, müssen Sie für jedes Konto eine eigene Zeile mit dem entsprechendenpub-Code einfügen.Domains, in deren ads.txt-Datei die Publisher-ID des Verkäufers fehlt, dürfen nicht mehr über Ad Manager monetarisiert werden. Google kauft auf solchen Websites keine Anzeigen mehr. Um negative Auswirkungen auf Ihre Einnahmen zu vermeiden, sollten Sie Ihre ads.txt-Dateien aktualisieren und die Publisher-IDs für jede Website hinzufügen, die Sie monetarisieren möchten. Weitere Informationen zum Aktualisieren von ads.txt-Dateien in Ad Manager finden Sie hier. Wenn Sie die Funktion zur Verwaltung von Werbenetzwerkpartnern verwenden, empfehlen wir Ihnen, Ihre Publisher-ID gemeinsam mit Ihren Netzwerkpartnern deren ads.txt-Dateien hinzuzufügen.- In AdSense: Melden Sie sich in Ihrem AdSense-Konto an und klicken Sie dann auf Einstellungen
<Field #3>: Art des Kontos bzw. der Beziehung (erforderlich)Hier wird die Kontoart angegeben.
DIRECTgibt an, dass der Publisher (Rechteinhaber) das in Feld 2 angegebene Konto im System in Feld 1 selbst verwaltet. Dies deutet in der Regel auf einen direkten Geschäftsvertrag zwischen dem Publisher und dem Werbesystem hin.Google-Publisher, die das Konto in Feld 2 selbst verwalten, müssen
DIRECTauswählen.RESELLERgibt an, dass der Publisher eine andere Entität autorisiert hat, das Konto in Feld 2 zu verwalten und seine Werbefläche über das System in Feld 1 zu monetarisieren. Zukünftig können eventuell noch weitere Arten hinzugefügt werden. Bei der Auswertung der Daten in diesem Feld wird die Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigt.Google-Publisher, die das Konto in Feld 2 nicht selbst verwalten, müssen
RESELLERangeben. Beispiel: Wird für ein Ad Manager-Konto die Funktion zur Verwaltung von Werbenetzwerkpartnern verwendet, muss für Inventar, das nicht direkt über das Konto verwaltet wird,RESELLERausgewählt werden.
<Field #4>: ID der Zertifizierungsstelle (optional)Eine ID, die das Werbesystem innerhalb einer Zertifizierungsstelle eindeutig identifiziert. Diese ID entspricht der Angabe in Feld 1. Die Trustworthy Accountability Group (TAG) ist eine aktuelle Zertifizierungsstelle und Feld 4 würde die TAG-ID enthalten.
Bei Google-Verkäuferkonten ist die TAG-ID
f08c47fec0942fa0.
In diesem Video stellen wir "ads.txt" vor und erläutern, warum wir diese Initiative unterstützen. Außerdem beschreiben wir, wie Sie Google mithilfe der ads.txt-Datei dazu autorisieren können, Ihr Anzeigeninventar zu verkaufen.
Ads.txt und Autorisierung von Google für den Verkauf Ihres Inventars
Häufig gestellte Fragen
In AdSense ist eine Warnung für meine ads.txt-Datei zu sehen. Wie kann ich überprüfen, welche meiner Websites eine falsche ads.txt-Datei enthält?
Wenn Sie in Ihrem Konto eine Warnung für eine ads.txt-Datei sehen, können Sie auf der Seite Meine Websites prüfen, welche Websites davon betroffen sind.
Ich kann keine Datei in meine Stammdomain einfügen. Was soll ich tun?
Wie wird die Verwendung von ads.txt-Dateien seitens Google durchgesetzt?
Falls eine ads.txt-Datei in einer Stammdomain vorhanden ist, stellt Google anhand ihres Inhalts fest, über welche Google-Verkäuferkonten Anzeigen in dieser Stammdomain ausgeliefert werden dürfen.
Bei einer Anzeigenanfrage für eine Website überprüfen wir, ob die Stammdomain dieser Website eine ads.txt-Datei enthält. Ist das nicht der Fall, findet keine zusätzliche Richtliniendurchsetzung statt. Wenn eine ads.txt-Datei vorhanden und Ihre Publisher-ID darin korrekt enthalten ist, findet eine Auktion statt und die erfolgreiche Anzeige wird ausgeliefert. Falls es die Datei zwar gibt, Ihre Publisher-ID aber nicht korrekt ist, wird keine Auktion für diese Anfrage durchgeführt.
Unser System prüft automatisch, ob neue oder aktualisierte ads.txt-Dateien vorhanden sind. Wenn Sie die ads.txt-Datei aktualisieren oder entfernen, kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die Änderungen erfasst werden.
Werden von Google ads.txt-Dateien nur auf Stammdomains oder gemäß Aktualisierung der ads.txt-Spezifikationen vom September 2017, Version 1.0.1, auch auf Subdomains unterstützt?
Im Jahr 2017 wird Google ads.txt-Dateien nur auf Stammdomains crawlen und auch nur dort ihre Verwendung durchsetzen. Auf Subdomains werden diese Dateien ignoriert. Verkäufer mit Autorisierung für Ihre Subdomains müssen in der ads.txt-Datei enthalten sein, die Sie auf Ihrer Stammdomain einfügen. Wir arbeiten daran, ab Anfang 2018 ads.txt-Dateien auch auf Subdomains crawlen und ihre Verwendung durchsetzen zu können. Weitere Informationen erhalten Sie bei Einführung dieser Funktion.
Werden von Google Weiterleitungen gemäß Aktualisierung der ads.txt-Spezifikationen vom September 2017, Version 1.0.1, unterstützt?
Gemäß Aktualisierung der ads.txt-Spezifikationen, Version 1.0.1 (auf Englisch), unterstützt Google eine HTTP-Weiterleitung an ein Ziel außerhalb der ursprünglichen Stammdomain. Bei example1.com/ads.txt erfolgt die Weiterleitung z. B. an example2.com/ads.txt.
Auch mehrere Weiterleitungen sind möglich, solange das jeweilige Ziel auf der Stammdomain zu finden ist. Beispiel:
- Bei
example.com/ads.txterfolgt die Weiterleitung anwww.example.com/ads.txt. - Bei
example.com/ads.txterfolgt die Weiterleitung ansubdomain.example.com/ads.txt. - Bei
example.com/ads.txterfolgt die Weiterleitung anexample.com/page/ads.txt.
Wie kann ich eine ads.txt-Datei für Blogger einrichten?
Werfen Sie einen Blick in die Blogger-Hilfe. Dort finden Sie eine entsprechende Anleitung.