Beitrag von Manja Schreiner

📺🚎 Wir alle wollen mehr Verkehrssicherheit und eine hohe Aufenthaltsqualität in unserer Stadt. Die Frage ist nur: Wie kommen wir dorthin? In der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ habe ich deutlich gemacht: Ein Verbot löst keine Verkehrsprobleme – es verlagert sie nur. 📍 Bei der Berliner Initiative zur autofreien Innenstadt ging es schließlich nicht um einzelne Fußgängerzonen, sondern um ein Gebiet von rund 10 Kilometern Durchmesser – das ist größer als die allermeisten deutschen Städte in Gänze! ❗ Ein so weitreichender Eingriff hätte spürbare Folgen: Die Fahrtwege werden durch das Umfahren der Sperrzonen länger. Der dringend benötigte Wirtschaftsverkehr steht außen im Stau oder scheitert an bürokratischen Ausnahmegenehmigungen. Wie sieht die bessere Lösung aus? 🛣️Dazu gehört, das Konzept der tangentialen Ableitung zu nutzen. Der Weiterbau der Stadtautobahn und der seit vielen Jahren geplanten Umgehungsstraße TVO können dazu beitragen, die Innenstadt spürbar zu entlasten. Genauso wichtig sind alternative Antriebe wie E-Mobilität und ein verlässlicher Ausbau des ÖPNV. 💡 Übrigens: Trotz des Bevölkerungswachstums sinkt in Berlin der private Autoverkehr seit der Jahrtausendwende – ganz ohne Zwang. Die gesamte Sendung gibt es hier zum Nachschauen: 🔗 https://lnkd.in/dkWHFJf7 (ab 01:03:20) #IHKBerlin #offiziellerUnterstützer #BerlinerWirtschaft #Mobilität #Wirtschaftsverkehr ZDF IHK Berlin

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Siehe oben, was die Bilanz meines Jahres angeht…. Für den Wirtschaftsverkehr waren Einzelgenehmigungen vorgesehen gewesen und auch nur unter bestimmten Voraussetzungen, die nachzuweisen gewesen wären….Die einhellige Ablehnung des Unterfangens ist übrigens durch unser Parlament der Unternehmen, nämlich die Vollversammlung, beschlossen worden.

Und wieder Ihre Vorstellungen von Verkehrspolitik primär für noch mehr Autoverkehr! Das ist so von gestern und schade dass Berliner Politiker nur ans gestern denken.. so viele andere Städte in Europa machen vor wie es geht und Berlin tritt auf der Stelle!!!!

Das gemeinsame Ziel einer sicheren und lebenswerten Stadt teile ich ausdrücklich. Gerade deshalb wünsche ich mir eine stärker faktenbasierte Debatte. Die Erfahrungen vieler europäischer Städte zeigen, dass autoreduzierte Innenstädte keineswegs veröden – im Gegenteil. Paris, Utrecht, Kopenhagen oder Gent haben ihre Zentren lebenswerter gemacht, ohne ihre wirtschaftliche Attraktivität zu verlieren. Häufig profitieren Gastronomie und Einzelhandel sogar von einer höheren Aufenthaltsqualität und mehr Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Auch die Sorge um den Wirtschaftsverkehr überzeugt nicht. Lieferverkehre lassen sich durch Zeitfenster, Zufahrtsregelungen und intelligente Logistik gut organisieren. Das funktioniert in zahlreichen Städten bereits heute. Wenig zielführend ist der weitere Ausbau innerstädtischer Straßen/Autobahnen. Zusätzliche Straßenkapazität führt nicht zu weniger Verkehr, sondern erzeugt neuen Verkehr. Das Phänomen des induzierten Verkehrs ist seit Jahrzehnten wissenschaftlich gut belegt. Berlin braucht eine Mobilitätspolitik, die Wirtschaft, Lebensqualität und Klimaschutz gemeinsam voranbringt.

Verkehrssicherheit will hier niemand bestreiten - nur die Lösung überzeugt nicht. Die Größe der Zone allein ist kein Gegenargument - Kiezblocks in dieser Größenordnung funktionieren anderswo längst: Durchgangsverkehr raus, Ziel-/Quellverkehr bleibt. Die TVO ist seit 1969 geplant und bis heute nicht gebaut - weil sie 15–22 Hektar Wald und rund 400 Mio. Euro kostet und seit Jahrzehnten am Widerstand scheitert. Mehr Straße heißt erfahrungsgemäß mehr Verkehr, nicht weniger - induzierte Nachfrage ist gut belegt. So auch, wenn man in Berlin Radwege baut und nicht abreißt. Und dass der Autoverkehr in Berlin sinkt, passiert nicht „ganz ohne Zwang": Der Radverkehrsanteil stieg laut SrV-Studie seit 2013 um 5 Punkte - parallel zum Mobilitätsgesetz, das Straßenraum aktiv umverteilt. Genau die Politik, die hier kritisiert wird, erklärt die Zahlen, mit denen argumentiert wird. E-Autos lösen zudem weder Sicherheit noch Aufenthaltsqualität - sie brauchen genauso viel Platz wie Verbrenner und bleiben Mikroplastikquelle.

- Stadtautobahnen entlasten gar nichts, sondern induzieren einzig und allein neue Nachfrage. Merke: Noch nie, nicht ein einziges Mal in der Geschichte des Automobils, hat eine Autofahrt auf einer Autobahn begonnen und geendet. - E-Mobilität entlastet nur dann, wenn es sich um E-Bikes handelt. E-Autos stinken etwas weniger, aber abgesehen davon unterscheiden sie sich nullkommagarnix von Verbrennern.

Der Bau neuer Stadtautobahnen und anderer Rennstrecken kostet viel Geld und hat in der Vergangenheit immer zu noch mehr Verkehr geführt. Mit billigen Maßnahmen wie Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet, Fußgängerampeln in Zebrastreifen umwandeln und höhere Parkgebühren für SUV würde für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

Ein wichtiger Beitrag. Gerade bei komplexen Themen zeigt sich, wie wichtig es ist, unterschiedliche Interessen sachlich zusammenzubringen. Gute Entscheidungen entstehen nicht nur durch Daten und Konzepte, sondern auch durch Klarheit, Dialogfähigkeit und die Bereitschaft, verschiedene Perspektiven einzubeziehen. Genau das wird in Zukunft immer wichtiger.

Manja Schreiner Könnten Sie vielleicht noch kurz erläutern, wie Autobahn und Umgehungsstraße die Innenstadt entlasten würden? Wie hoch ist der Anteil des Verkehrs mit Ziel Innenstadt?

So ein Quatsch, der Wirtschaftsverkehr hätte maßgeblich vom Verkehrsentscheid Berlin profitiert, wenn die Anzahl der privaten Fahrten in der Innenstadt deutlich eingeschränkt worden wäre - weniger Stau, keine Parkplatzsuche mehr. Dass Sie das - als Leitung der IHK Berlin - nicht einmal anerkennen, sondern noch immer populistisch ins Gegenteil verdrehen, illustriert nur das Maß der ideologischen Borniertheit, mit der die CDU Berlin unterwegs ist. Höchste Zeit für eine Abkühlung in der Opposition.

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Ich würde mir wirklich wünschen, wir würden uns ein bisschen mehr an erfolgreichen Projekten unserer Nachbarn orientieren. Ein Blick nach Paris, Barcelona, Kopenhagen sollte doch allen klarmachen, dass WENIGER Autoverkehr MEHR Raum für Lebensqualität bedeutet. In jeglicher Hinsicht. Einfach hinschauen und lernen. So schwer ist das doch nicht. Ich bin es wirklich leid mir ständig anzuhören was NICHT geht, wenn es anderswo gemacht wird und super funktioniert.

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