Subjectivity and Reflexivity: An Introduction
2002, DOAJ (DOAJ: Directory of Open Access Journals)
https://doi.org/10.17169/FQS-3.3.822…
4 pages
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Abstract
Der charakteristische Eindruck, den Wissenschaft zu erzeugen versucht, ist der der Objektivität ihrer Erkenntnisprodukte. Wissenschaftliche Erkenntnisresultate sind-dem Anspruch nach-unabhängig vom "Erkenntnis-Subjekt", von der Person des Wissenschaftlers oder der Wissenschaftlerin, die diese Ergebnisse hervorgebracht hat. Die Objektivitäts-Charakteristik-so die verbreitete Standard-Auffassung-unterscheidet wissenschaftliche Erkenntnis von anderen Hervorbringungen des menschlichen Geistes und Intellekts. Diese Auffassung wird einerseits erkenntnis-und wissenschaftstheoretisch zu rechtfertigen versucht, andererseits werden in wissenschaftlichen Praktiken bestimmte Inszenierungen vorgenommen, die diesen Eindruck stützen sollen (eine banale Inszenierungs-Technik ist etwa die Vermeidung des "Ich" in wissenschaftlichen Texten). In ihren Arbeits-Praktiken "wissen" hingegen alle einigermaßen erfahrenen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen um die Person-bzw. Subjekt-Einflüsse auf ihre Erkenntnisarbeit und-resultate. "Offiziell" bzw. "nach außen"/in Veröffentlichungen werden solche Einflüsse hingegen typischerweise verleugnet oder vertuscht-sie werden als "Makel" behandelt, vor dem man sich zu hüten hat. [1]
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