Books & Edited Volumes by Sascha Werthes

Die Sanktionspolitik der Vereinten Nationen. Rekonstruktion und Erklärung des Wandels der UN-Sanktionspraxis
Werthes, Sascha (2013): Die Sanktionspolitik der Vereinten Nationen. Rekonstruktion und Er-klärung des Wandels der UN-Sanktionspraxis, 2013
Die UN-Sanktionspolitik hat sich in jüngerer Zeit erheblich gewandelt. Die Studie zeigt, dass sic... more Die UN-Sanktionspolitik hat sich in jüngerer Zeit erheblich gewandelt. Die Studie zeigt, dass sich der Wandel der Sanktionspraxis nicht strategisch geplant, sondern eher sequentiell und entlang eines inkrementellen Pragmatismus vollzogen hat. Entscheidungen zur Mandatierung von Sanktionsregimen erfolgten nicht automatisch oder nach rationalen Erwägungen über die Angemessenheit dieser Handlungsoption. Vielmehr schufen Dynamiken im Entscheidungsumfeld verschiedentlich zeitlich günstige Momente, in denen relevante Policy Entrepreneure durch geschicktes Agieren den politischen Entscheidungsprozess beeinflussen konnten und hierbei manchmal auch einen Wandel der Sanktionspraxis herbeiführten.

Wettbewerbsföderalismus. Aufstieg und Fall eines politischen Streitbegriffes
Schatz, Heribert/ van Ooyen, Robert Chr./ Werthes, Sascha (2000): Wettbewerbsföderalismus. Aufstieg und Fall eines politischen Streitbegriffes, 2000
Die Diskussion um die Reform des föderalen Finanzausgleichs bestimmt einen guten Teil der innenpo... more Die Diskussion um die Reform des föderalen Finanzausgleichs bestimmt einen guten Teil der innenpolitischen Debatte der Bundesrepublik. Mehrfach hat sich auch das Bundesverfassungsgericht mit der Thematik befaßt, so zuletzt im November 1999. In dem vor dem Verfassungsgericht ausgetragenen Rechtsstreit wie auch in der finanzpolitischen Diskussion kommt dem Begriff des »Wettbewerbsföderalismus« eine zentrale Bedeutung zu. Die Studie untersucht erstmals die Karriere des Begriffs aus sozialwissenschaftlicher Sicht und deckt die Schwächen des Ansatzes auf. Darüber hinaus beschäftigen sich die Autoren mit der von den Kritikern der jetzigen Regelung ebenfalls häufig herangezogenen Anreizthese, derzufolge der Finanzausgleich bislang zu wenige Anreize für Nehmerländer schaffe, ihre Steuerkraft zu erhöhen. Die inhaltsanalytischen und wissenschaftstheoretischen Analysen des Bandes werden ergänzt durch Überlegungen zur Agenda-Setting-Funktion der Medien. Die Untersuchung bietet damit eine wichtige Bereicherung der bisher recht einseitig von Verfassungsrechtlern und Finanzwissenschaftlern dominierten Diskussion um die Reform des Finanzausgleichs.
Wettbewerbsföderalismus. Aufstieg und Fall eines politischen Streitbegriffes
Probleme und Perspektiven von Sanktionen als politisches Instrument der Vereinten Nationen
Werthes, Sascha (2003): Probleme und Perspektiven von Sanktionen als politisches Instrument der Vereinten Nationen, 2003
Sanktionen sind in den letzten zwölf Jahren als Instrument der Außenpolitik und der International... more Sanktionen sind in den letzten zwölf Jahren als Instrument der Außenpolitik und der Internationalen Politik wieder stark beachtet worden. Sie galten als vergleichsweise wenig wirksames Instrument und wurden im Rahmen der Vereinten Nationen nur zweimal genutzt. Dies änderte sich allerdings Anfang der Neunziger. Vor dem Hintergrund der erneuten Aktualität des Themas (z.B. Irak) befasst sich die vorliegende Arbeit mit dem Stellenwert und der Theorie von Sanktionen als politisches Instrument in der Internationalen Politik und setzt sich dabei vor allem mit dem Einsatz von Sanktionen durch die Vereinten Nationen auseinander.
Erinnern – Verstehen – Verhindern. Vom schwierigen Umgang mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Wenz, Georg/Werthes, Sascha (Hrsg.) (2016): Erinnern – Verstehen – Verhindern. Vom schwierigen Umgang mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit, 2016
In sieben Beiträgen wirft der Band einen Blick auf die historische, gesellschaftliche und juristi... more In sieben Beiträgen wirft der Band einen Blick auf die historische, gesellschaftliche und juristische Auseinandersetzung mit schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord. Trotz einer mahnenden Erinnerungskultur in vielen Ländern scheint die Aufarbeitung der Genese und das Wissen über die Art und Weise, wie diese Verbrechen verübt werden, neue Ereignisse von Massenverfolgung und -ermordung bis heute nicht verhindern zu können. Werden die Prozesse der Transitional Justice neue Instrumente für ein globales präventives Lernen hervorbringen?
Die Sanktionspolitik der Vereinten Nationen. Rekonstruktion und Erklärung des Wandels der UN-Sanktionspraxis
Die UN-Sanktionspolitik hat sich in jüngerer Zeit erheblich gewandelt. Die Studie zeigt, dass sic... more Die UN-Sanktionspolitik hat sich in jüngerer Zeit erheblich gewandelt. Die Studie zeigt, dass sich der Wandel der Sanktionspraxis nicht strategisch geplant, sondern eher sequentiell und entlang eines inkrementellen Pragmatismus vollzogen hat. Entscheidungen zur Mandatierung von Sanktionsregimen erfolgten nicht automatisch oder nach rationalen Erwägungen über die Angemessenheit dieser Handlungsoption. Vielmehr schufen Dynamiken im Entscheidungsumfeld verschiedentlich zeitlich günstige Momente, in denen relevante Policy Entrepreneure durch geschicktes Agieren den politischen Entscheidungsprozess beeinflussten konnten und hierbei manchmal auch einen Wandel der Sanktionspraxis herbeiführten.

Menschliche Sicherheit - Globale Herausforderung und regionale Perspektiven
Ulbert, Cornelia/Werthes, Sascha (Hrsg.) (2008): Menschliche Sicherheit – Globale Herausfor-derungen und regionale Perspektiven, Jan 1, 2008
Menschliche Sicherheit spielt als eigenständiges Sicherheitskonzept seit mehr als einem Jahrzehnt... more Menschliche Sicherheit spielt als eigenständiges Sicherheitskonzept seit mehr als einem Jahrzehnt eine wichtige Rolle in den politischen und wissenschaftlichen Debatten. Staaten wie Kanada und Japan haben das Konzept zum Leitmotiv ihrer Außenpolitik erhoben und fördern seine Verbreitung. Erstmals wird damit der einzelne Mensch – und nicht der Staat – zum Bezugspunkt von Sicherheit.
Der vorliegende Band legt eine umfassende Bestandsaufnahme der bisherigen Auseinandersetzung mit dem Konzept menschlicher Sicherheit vor. Zugleich zielt er auf eine Weiterentwicklung des Konzepts und dessen Umsetzung ab. Menschliche Sicherheit wird dabei umfassend in ihren drei Dimensionen „Schutz vor Gewalt“, „Schutz vor Not“ und „Menschenrechtsschutz“ betrachtet. Die Beiträge untersuchen menschliche Sicherheit im ersten Teil aus einer kritischen, normativen und einer Gender-Perspektive. Im zweiten Teil wird aufgezeigt, welche Bedeutung die drei Dimensionen des Konzepts haben und welchen Beitrag zur menschlichen Sicherheit sie bereits leisteten bzw. künftig leisten könnten. Schließlich werden regionale Perspektiven auf menschliche Sicherheit vorgestellt, die erkennen lassen, wie unterschiedlich menschliche Sicherheit in den betrachteten Weltregionen konkretisiert wird.
Mit Beiträgen von: Florence Basty, Wolfgang Benedek, David Bosold, James Busumtwi-Sam, Mely Caballero-Anthony, Tobias Debiel, Volker Franke, Cheryl Hendricks, Matthias C. Kettemann, Keith Krause, Ruth Stanley, Ramesh Thakur, Cornelia Ulbert und Sascha Werthes
Probleme und Perspektiven von Sanktionen als politisches Instrument der Vereinten Nationen
Wettbewerbsföderalismus. Aufstieg und Fall eines politischen Streitbegriffes
Articles by Sascha Werthes

Weltordnungsdiskussionen – eine Einführung
Werthes, Sascha (2025): Weltordnungsdiskussionen – eine Einführung. In: Wissenschaft und Frieden Dossier 100: Krise der Weltpolitik – Multilateralismus gefragt [Beilage zu Wissenschaft und Frieden (W&F), 43 (2)]: 18-21, 2025
In Krisenzeiten kann man beobachten, wie die Zahl von Zukunftsbeschreibungen der Weltpolitik zuni... more In Krisenzeiten kann man beobachten, wie die Zahl von Zukunftsbeschreibungen der Weltpolitik zunimmt. Insbesondere wenn sie mit politischen Machtumbrüchen verbunden sind, wird über kommende oder verschwindende »Welt(un)ordnungen« nachgedacht. Auch in gegenwärtigen Publikationen werden die Rückkehr der Geopolitik und ein Ende des Multilateralismus, in Form von Kassandrarufen beschrieben. Die Szenarien reichen von der Befürchtung eines Dritten Weltkriegs über die Erwartung eines neuen Kalten Kriegs, einschließlich der Gefahr eines Atomkriegs bis zu verhalten optimistisch präsentierten Hoffnungen von sich verändernden Kooperationsbeziehungen in einer globalisierten Welt mit globalen Herausforderungen. Im Folgenden soll das Phänomen von Welt-Ordnungs-Diskursen kritisch reflektiert werden. Allzu pessimistischen Erwartungen, dass die derzeitigen »Turbulenzen in den internationalen Beziehungen« zugleich ein Ende jeglicher Erfolgsaussichten für Versuche des »globalen Regierens« bedeuten müssten, soll zudem eine zwar optimistischere, zugleich jedoch auch nicht naive, sondern realistische Perspektive entgegengehalten werden.
Das Sanktionsregime gegen Russland. Friedenspolitische Reflexionen angesichts des Krieges gegen die Ukraine
Werthes, Sascha; Hussak, Melanie (2022): Das Sanktionsregime gegen Russland.Friedenspolitische Reflexionen angesichts des Krieges gegen die Ukraine. In: Wissenschaft & Frieden, 40 (2): 18–20., 2022
Der Krieg der Atommacht Russland gegen die Ukraine hat zu einer Verhängung weitreichender Sanktio... more Der Krieg der Atommacht Russland gegen die Ukraine hat zu einer Verhängung weitreichender Sanktionsmaßnahmen einer Vielzahl von Staaten geführt. Der friedenspolitische Nutzen von Sanktionen ist jedoch umstritten, da die Einschätzung der Möglichkeiten einer Erreichung intendierter Ziele eher pessimistisch stimmt, die Erwartung nicht-intendierter Folgen problematisch ist und die Gefahr einer durch die Sanktionen stimulierten eskalierenden Dynamik nicht von der Hand zu weisen ist. Wie können wir also die multilateralen Sanktionen gegen Russland friedenspolitisch einordnen?
Politische Sanktionen im Lichte rechtserhaltender Gewalt
Rechtserhaltende Gewalt - zur Kriteriologie Fragen zur Gewalt • Band 3, 2018
In jüngerer Zeit haben die multinationalen Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit der Anne... more In jüngerer Zeit haben die multinationalen Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit der Annexion der Krim und der Ukrainekrise sowie die unilateralen Sanktionsbemühungen der Trump-Regierung im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Iran-Atomdeal viel mediale Aufmerksamkeit in Deutschland erhalten. Während die jüngsten UN-Sanktionen gegen Mali weitestgehend unter dem medialen Aufmerksamkeitsradar verhängt wurden, blieben die Verschärfungen der UN-Sanktionen gegen Nordkorea wiederum nicht unbeobachtet.
Human Security and Smart Sanctions - Two Means to a Common End?
Human Security und Smart Sanctions. Ausgangspunkte für eine innovative Krisenpräventions- und Deeskalationspolitik?
Internationale Politik und Gesellschaft/ …, 2005
Japan and Canada are among the first states to incorporate the concept of "human security" in the... more Japan and Canada are among the first states to incorporate the concept of "human security" in their national policies. The two countries' priorities and agendas differ enormously. Despite the vagueness of the human security concept, however, there exists an accepted vital core allowing for collaborative international efforts.
Human Security - vom politischen Leitbild zum integralen Baustein eines neuen Sicherheitskonzepts?
Human Security: New Threats, New Responsibilities
Human Security. Eine sicherheitspolitische Herausforderung zur Vorbereitung auf entwicklungspolitische Aufgaben
Menschliche Sicherheit - Ein Konzept für die Zukunft?

Debiel, T., Werthes, S, 2006
""When the United Nations Development Programme (UNDP) published its 1994 report, nobody expected... more ""When the United Nations Development Programme (UNDP) published its 1994 report, nobody expected that the human security concept outlined within it would attract so much attention from politicians and academics alike. This is all the more astonishing as the concept has provoked a lot of criticism ever since its first appearance due to its excoriated analytical ambiguity and its disputed political appropriateness.
One of the significant changes (see Debiel/Werthes) of human security concepts is that they put special emphasis on a horizontal and vertical exten-sion. Thereby, new types of threats are taken into account with regard to a new referent object. Basically, all these concepts have in common that the object of security is not limited to the state but also includes the individual – no matter where he/she lives. Hence, these concepts implicitly emphasise that the various safety threats must be addressed though multilateral processes and by taking into account the patterns of interdependence that characterize the globalized world.
As if such an extraordinary extension would not be a big enough chal-lenge for states and the international community as such, Debiel/Werthes and Werthes/Bosold (with regard to the members of the Human Security Network) point out how human security understood and accepted as a political leitmotif might have and might produce significant leverage on foreign policy agendas, as it might serve particular states and multilateral actors by fulfilling selected functions in the process of agenda-setting, decision-making and implementa-tion. This might to a certain degree explain why different and ambiguous hu-man security concepts despite criticism have gained so much attention especially in the political field.
The case studies by Atanassova-Cornelis, Gropas, and Liotta/Owen further exemplify these aforementioned ideas when illustrating human security on the Japanese foreign policy agenda, or when studying the link between human security and human rights, and even when comparing the European Human Security doctrine with the US National Security Strategy with regard to poten-tials and limits.""
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Books & Edited Volumes by Sascha Werthes
Der vorliegende Band legt eine umfassende Bestandsaufnahme der bisherigen Auseinandersetzung mit dem Konzept menschlicher Sicherheit vor. Zugleich zielt er auf eine Weiterentwicklung des Konzepts und dessen Umsetzung ab. Menschliche Sicherheit wird dabei umfassend in ihren drei Dimensionen „Schutz vor Gewalt“, „Schutz vor Not“ und „Menschenrechtsschutz“ betrachtet. Die Beiträge untersuchen menschliche Sicherheit im ersten Teil aus einer kritischen, normativen und einer Gender-Perspektive. Im zweiten Teil wird aufgezeigt, welche Bedeutung die drei Dimensionen des Konzepts haben und welchen Beitrag zur menschlichen Sicherheit sie bereits leisteten bzw. künftig leisten könnten. Schließlich werden regionale Perspektiven auf menschliche Sicherheit vorgestellt, die erkennen lassen, wie unterschiedlich menschliche Sicherheit in den betrachteten Weltregionen konkretisiert wird.
Mit Beiträgen von: Florence Basty, Wolfgang Benedek, David Bosold, James Busumtwi-Sam, Mely Caballero-Anthony, Tobias Debiel, Volker Franke, Cheryl Hendricks, Matthias C. Kettemann, Keith Krause, Ruth Stanley, Ramesh Thakur, Cornelia Ulbert und Sascha Werthes
Articles by Sascha Werthes
One of the significant changes (see Debiel/Werthes) of human security concepts is that they put special emphasis on a horizontal and vertical exten-sion. Thereby, new types of threats are taken into account with regard to a new referent object. Basically, all these concepts have in common that the object of security is not limited to the state but also includes the individual – no matter where he/she lives. Hence, these concepts implicitly emphasise that the various safety threats must be addressed though multilateral processes and by taking into account the patterns of interdependence that characterize the globalized world.
As if such an extraordinary extension would not be a big enough chal-lenge for states and the international community as such, Debiel/Werthes and Werthes/Bosold (with regard to the members of the Human Security Network) point out how human security understood and accepted as a political leitmotif might have and might produce significant leverage on foreign policy agendas, as it might serve particular states and multilateral actors by fulfilling selected functions in the process of agenda-setting, decision-making and implementa-tion. This might to a certain degree explain why different and ambiguous hu-man security concepts despite criticism have gained so much attention especially in the political field.
The case studies by Atanassova-Cornelis, Gropas, and Liotta/Owen further exemplify these aforementioned ideas when illustrating human security on the Japanese foreign policy agenda, or when studying the link between human security and human rights, and even when comparing the European Human Security doctrine with the US National Security Strategy with regard to poten-tials and limits.""