Books by Veronika Bachmann
This study analyses the meaning and function of the topic of law within the Hebrew Book of Esther... more This study analyses the meaning and function of the topic of law within the Hebrew Book of Esther, which, as is well known, does not mention God. It traces how the true God-king YHWH and his Torah take on contours in the mirror of earthly-royal twisting of law and order and offers an interpretation of this writing as a contribution to the Torah discourse of the pre-Maccabean Hellenistic period.
From a religious-historical perspective this work investigates the message and theology of the so... more From a religious-historical perspective this work investigates the message and theology of the so-called Book of the Watchers (1 Enoch 1-36) as a separate book of early Judaism of the third century BC. Starting with the literary profile of the text, the study goes on to illuminate its importance in the context of the Ptolemaic supremacy over Palestine. From this perspective the Book of the Watchers appears as a powerful appeal addressed to a broad Jewish audience to recognize the relevance of its religion and of the traditional way of life.
Papers by Veronika Bachmann
Published in: S. Münger/N. Rahn/P. Wyssmann (eds.), "Trinkt von dem Wein, den ich mischte!" "Drin... more Published in: S. Münger/N. Rahn/P. Wyssmann (eds.), "Trinkt von dem Wein, den ich mischte!" "Drink of the wine which I have mingled!". Festschrift für Silvia Schroer zum 65. Geburtstag (OBO 303), Leuven/Paris/Bristol 2023, 1–17.
Published in: Bibel und Kirche 78/3 (2023), 136–143.
Published in: Bachmann, Veronika/Schellenberg, Annette/Ueberschaer, Frank (eds.), Menschsein in W... more Published in: Bachmann, Veronika/Schellenberg, Annette/Ueberschaer, Frank (eds.), Menschsein in Weisheit und Freiheit. Festschrift für Thomas Krüger (OBO 296), Leuven/Paris/Bristol 2022, 149-166.
This article examines the figurative meaning of the term "cows of Baschan" (Am 4:1) and draws conclusions for the macro-structure of Am 3-6.

Published in: Sprachbilder und Bildsprache. Studien zur Kontextualisierung biblischer Texte. FS Max Küchler, ed. Markus Lau, Karl Matthias Schmidt, and Thomas Schumacher, NTOA 121 (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2019), 353–371.
Das Eintauchen in Text-und Vorstellungswelten der hellenistischen Zeit, der Blick über alt-und ne... more Das Eintauchen in Text-und Vorstellungswelten der hellenistischen Zeit, der Blick über alt-und neutestamentliche Kanon-Gartenzäune hinaus und das Ernstnehmen von Geschlechterfragen in der sozialgeschichtlichen und exegetischen Forschung: All dies verbinde ich seit meiner Studienzeit mit Max Küchler. Es sind Perspektiven, die mein eigenes wissenscha liches Arbeiten mitprägten, sei es bei der Beschä igung mit den Anfängen apokalyptischen Schreibens, bei der das Wächterbuch (Hen[aeth] 1-36) im Zentrum stand, oder auch in Zusammenhang mit der Esterliteratur, deren Vielgestaltigkeit interessante Beobachtungen zulässt. Dass mein ehemaliger Lehrer zu den ersten gehörte, der im Zusammenhang mit dem Wächterbuch die Tücken der Vorstellung eines "ewig-männlich" geprägten Himmels entlarvt hat, erfüllte mich mit Stolz. 1 Wenn ich an Max Küchler und meine Studienjahre in Fribourg denke, tauchen zudem Erinnerungen an die damals regelmäßig gep egte Form des Souper biblique auf. In katholisch-sinnlicher Manier verband man an diesen Abenden wissenscha liche Inputs und Diskussionen mit gemütlichem Beisammensein. Unkompliziert hieß die biblische Fachgruppe auch interessierte Studierende zum Austausch willkommen. Hier beginnt denn auch der konkrete Bezug zur Esterliteratur, die Hauptthema des vorliegenden Beitrags ist. In der biblischen Estererzählung spielen Speis und Trank eine wichtige Rolle. Dank Erich Zengers Ausführungen zum Esterbuch in der nunmehr 9. Au age der "Einleitung in das Alte Testament" gehört dies inzwischen auch im deutschspra-1 Vgl. Küchlers Votum zu den Wächterengeln, die gemäß Hen(aeth) 1-36 ihren gegen Gottes Ordnung verstoßenden Plan umsetzten, sich mit Frauen fortzup anzen: "Ewig und echt Mann zu sein, war […] für die ‚Heiligen' eine gefährliche Doppelung, da es echte Frauen nur als sterbliche Wesen und auf der Erde gab. Das Ewig-Männliche zog die Heiligen hinab!" (Küchler 1986, 282). Dazu, dass das Wächterbuch die Hauptverfehlung, die Gottes gute Schöpfung aus dem Lot gebracht haben soll, nicht den (irdischen) Frauen, sondern klar (himmlischen) Männern in die Schuhe schiebt, s. Bachmann 2017. BEITRAG aus:
Published in: Between Canonical and Apocryphal Texts. Processes of Reception, Rewriting, and Interpretation in Early Judaism and Early Christianity, ed. Jörg Frey, Claire Clivaz, and Tobias Nicklas, WUNT 419 (Tübingen: Mohr Siebeck, 2019), 103-125., 2019
Illicit Male Desire or Illicit Female Seduction? A Comparison of the Ancient Retellings of the Account of the "Sons of God" Mingling with the "Daughters of Men" (Gen 6:1-4)
Published in: The Bible and Women: Early Jewish Writings, edited by Eileen Schuller and Marie-Theres Wacker (Atlanta: Society of Biblical Literature Press, 2017), 113-141
Published in: Eileen Schuller and Marie-Theres Wacker (eds.), Frühjüdische Schriften (Die Bibel und die Frauen 3/1), Stuttgart: Kohlhammer Verlag 2017, 108-132.
Published in: European Judaism 47/1 (2014), 117–126.

Published in: Bibel und Liturgie 87/1 (2014), 50-55.
Ester ist kein biblisches Buch, bei dem wir in einem christlichen und besonders in einem römisch-... more Ester ist kein biblisches Buch, bei dem wir in einem christlichen und besonders in einem römisch-katholischen Kontext davon ausgehen können, dass es allen bekannt ist. Das Purimfest, als dessen Festlegende sich die Estergeschichte präsentiert, fand keinen Eingang in die christlichen Festtraditionen. In der offiziellen liturgischen Leseordnung taucht Ester nur am Rand auf: 1 Wenn am Donnerstag der ersten Fastenwoche oder "bei Erdbeben" oder bei einer anderen Notsituation ein Ausschnitt aus dem Esterbuch zu lesen ist, dann handelt es sich dabei um Einzelverse, die dem so genannten Zusatz C (EÜ: 4,17aff.) entnommen sind. Dieser Textabschnitt C, der über die griechische Septuagintafassung [LXX] in die Vulgata und damit in die röm.-kath. Bibelausgaben Eingang gefunden hat, gibt die Gebete wieder, mit denen sich Mordechai und Ester an Gott wenden, um Rettung und Schutz zu erflehen. Allerdings ist von diesen Textstellen her nur ein vager Bezug zum Plot der Estererzählung ersichtlich. Es obliegt der predigenden Person, diesen zu verdeutlichen oder darüber hinwegzusehen.

Published in: Bibel und Liturgie 87/2 (2014), 134–140.
Das Esterbuch (Teil 2) Als eines der wenigen biblischen Bücher, die nach einer Frauenfigur benann... more Das Esterbuch (Teil 2) Als eines der wenigen biblischen Bücher, die nach einer Frauenfigur benannt sind, lädt das Esterbuch in besonderer Weise dazu ein, genau hinzuschauen, was erzählerisch auf der Ebene der Geschlechterrollen abläuft, wie Geschlecht inszeniert wird und welche Auswirkung dies auf den Aussagegehalt hat. Eine Diskussion kann sich allerdings bereits am Titel entfachen: Trägt das Buch seinen Namen zu Recht, wo doch neben Ester auch der König, ihr Pflegvater und Cousin Mordechai und natürlich der üble Haman wesentliche Rollen spielen? Die Frage, warum gerade Ester die passende Figur sei, um dem Buch den Namen zu geben, wird seit der Antike diskutiert. Hippolyt von Rom (gestorben um 235 n. Chr.) räumt z. B. ein, dass Mordechai viele Taten vollbracht habe. Dennoch ist für ihn klar, dass das Buch nach Ester benannt ist, denn Ester sei durch ihre Tat Urheberin der Rettung des Volkes gewesen. l In der zeitgenössischen Esterbuch-Exegese wird v. a. narratologisch argumentiert: Ester sei die Hauptfigur, da sie sich im Laufe der Erzählung entwickle. 2 Unabhängig von der Frage, ob nun Mordechai oder Ester oder gar beide als Paar in der Hauptrolle auftreten, fällt in Bezug auf die Figurenkonstellation ein großes Ungleichgewicht auf. Sowohl in der hebräischen als auch in der griechischen Fassung (LXX) finden rund 35 Männerfiguren mit Eigennamen Erwähnung. Davon werden ca. ein Duzend als Eunuchen vorgestellt, die am Hof z. T. als Vermittlerfiguren zwischen Männer-und Frauenbereichen auftreten (vgl. Est 1,10-12; 4). Demgegenüber erscheinen nur drei Frauen mit Eigennamen: die Königinnen Waschti (Kap. I) und Ester (Kap. 2ff.) sowie Seresch bzw. Zosora (LXX), die Frau Hamans (Kap. 5-6). Bei diesen fällt auf, dass sie durch ihre Äuße-rungen oder Taten die "Männerwelten" beeinflussen, obwohl Frauen laut königlichem Edikt (Est I) generell den Männern das Sagen überlassen sollten. Die Frage nach Machtkonstellationen, aber auch nach der möglichen Diskrepanz zwischen Machtinszenierung und wahrer Macht wird im Esterbuch also gerade in Bezug auf die Geschlechterfrage direkt angesprochen. Die Deutungen gehen aber auch just an diesem Punkt auseinander: Birgt das Esterbuch kritisches Potential gegenüber problematischen Machtkonstellationen auf der Geschlechterebene oder gerade nicht? Und setzen die Erzählversionen diesbezüglich unterschiedliche Akzente?3
Published in: Bibel und Liturgie 87/3 (2014), 215–220.
Published in: Bibel und Liturgie 87/4 (2014), 316–321.
Published in: Selecciones de Teología 54 (2015), 107–14.
En la pista de un orden sólido En la pista de un orden sólido 1 13
More than the Present: Perspectives on World History in 4 Ezra and the Book of the Watchers
Published in: Interpreting 4 Ezra and 2 Baruch: International Studies, ed. Gabriele Boccaccini and Jason Zurawski, Library of Second Temple Studies 87 (London: Bloomsbury, 2014), 3–21.

Published in: Das Böse: Jahrbuch für biblische Theologie 2011 (eds. Martin Ebner et al; Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag, 2012), 85–114.
This article explores the notion of evil manifest in the early Hellenistic (3rd century BCE) pseu... more This article explores the notion of evil manifest in the early Hellenistic (3rd century BCE) pseudepigraphic Book of the Watchers (1 Enoch 1–36). The book’s core narrative is related to Genesis 6:1–4 and portrays a group of angels that, with devastating consequences, left heaven in order to choose human female mates and have children with them. Scholars usually associate the writing with an influential new conception of how evil entered the world and how its dynamics affect human life and the entire world’s future. This contribution not only focuses on the book’s conceptual peculiarities, but also on their rhetorical effects, which points to the writing’s pivotal character. Despite several innovative traits, the Book of the Watchers remains strongly tied to the Judaean literary traditions established in Persian and early Hellenistic periods. In turn, it is clear that some of its narrative and conceptual innovations were extrapolated in later texts, which could even invert their meaning or rhetorical function.
Published in: Journal of Hebrew Scriptures 11 (2011): 1–23.
Published in: Journal for the Study of the Pseudepigrapha 19 (2009): 83–107.
This study explores the meaning of the marvellous tree depicted in chs. 24–25 of the
Book of the... more This study explores the meaning of the marvellous tree depicted in chs. 24–25 of the
Book of the Watchers. Scholars generally refer to this tree as the ‘tree of life’, mentioned
in the paradise story in Genesis 2–3. However, such an interpretation leaves several
questions unanswered. Although a few scholars seem to be aware of the problems, a
serious reconsideration of the interpretation of the tree has not yet been undertaken. This
article proposes linking the tree in chs. 24–25 with wisdom. Evidence for such a
conclusion is drawn from the Book of the Watchers itself, but also from other early
Jewish writings, including Proverbs and the book of Sirach.
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This article examines the figurative meaning of the term "cows of Baschan" (Am 4:1) and draws conclusions for the macro-structure of Am 3-6.
Book of the Watchers. Scholars generally refer to this tree as the ‘tree of life’, mentioned
in the paradise story in Genesis 2–3. However, such an interpretation leaves several
questions unanswered. Although a few scholars seem to be aware of the problems, a
serious reconsideration of the interpretation of the tree has not yet been undertaken. This
article proposes linking the tree in chs. 24–25 with wisdom. Evidence for such a
conclusion is drawn from the Book of the Watchers itself, but also from other early
Jewish writings, including Proverbs and the book of Sirach.